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Gut zu wissen

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Vergleichstabelle der Typenbezeichnungen verschiedener Hörgerätebatteriehersteller

 

Obwohl es nur vier verschiedene Größen von Hörgerätebatterien gibt, vergeben die Hersteller neben den normierten Begriffen wie Größe 10, 13, 312 oder 675 auch eigene Bezeichnungen. Wir haben für Sie die Herstellerbezeichnungen der Premiumhersteller zusammengetragen und in der nachfolgenden Tabelle aufgezeichnet.

 

  Typ 10 Gelb Typ 13 Orange Typ 312 Braun Typ 675 Blau
 Rayovac ProLine Advanced  10A  13A  312A  675A
 Rayovac Extra Advanced  10AE  13AE  312AE  675AE-
 Mercury Free  10MF  13MF  312MF  675MF
 Duracell Activair  DA10  DA13  DA312  DA675
 Energizer  ac10/230  ac13  ac312  ac675
 Renata  ZA10  ZA13  ZA312  ZA675
 PowerOne  p10  p13  p312  p675
 Toshiba  ZA10 (PR536)  ZA13 (PR48)  ZA312 (PR41)  ZA675 (PR44)
 ICellTech  10DS  13DS  312DS  675DS
 ZeniPower  A10  A13  A312  A675
 Panasonic  PR10H  PR13H  PR312H  PR675H

Hörgerätebatterien 13 Extra Advanced von Rayovac

Feuchtigkeit und Hörgeräteelektronik

Feuchtigkeit und Hörgeräte vertragen sich nicht. Nässe greift die empfindliche Elektronik an, was zu umfangreichen Reparaturen führen kann.

Mit Feuchtigkeit ist nicht der Platzregen gemeint. Hier kann man sich schützen. Aber ob man schwitzt oder nicht, darüber haben wir keinen Einfluss. Die Konstrukteure wissen um das Problem. Daher werden Hörgerätegehäuse mit sehr geringen Toleranzen hergestellt, die ein Eindringen von Nässe erschweren soll. Ein Problem stellt aber das Batteriefach dar. Da es zum Wechsel der Hörgerätebatterie ausklappbar ist, kann hier Schweiß leichter in das Hörgerät eindringen.

Auch der Verbinungsdraht eines Innenohrlautsprechers kann ein "Einfallstor" für Feuchtigkeit sein. Der Innenohrlautsprecher sitzt, so sagt der Name schon, im Ohr und ist mit einem sehr dünnen elektrischen Kabel mit dem Hörgerät hinter dem Ohr verbunden. (Man kann das schon fast mit einer Stereoanlage mit Verstärker, Lautsprecherkabel und Lautsprecher vergleichen.) Über dieses Kabel kann Nässe ins Hörgerät eindringen. Das elektrische Kabel, das im fabrikfrischen Zustand mit einer durchsichtigen Kunststoffisolierung versehen ist, nimmt dann im Laufe der Zeit eine gelbliche Verfärbung an.

Feuchtigkeit im Hörgerät, mal mehr, mal weniger, ist also unvermeidbar. Hörgeräte müssen also regelmäßig, idealerweise jede Nacht, getrocknet werden. Es bieten sich zwei Möglichkeiten an. Es gibt elektrische Trockungssysteme, in die die Hörgeräte eingelegt und leicht erwärmt werden. Warme Luft kann besser Feuchtigkeit aufnehmen und das Hörgerät trocknet langsam ab. Daneben gibt es noch ein Verfahren, bei dem die Hörgeräte in einen Becher eingelegt werden. In diesem Becher befindet sich außerdem eine extrem wasseranziehende (hygroskopische) Substanz, bspw. Kieselgel.

Bei beiden Verfahren ist es wichtig, das Batteriefach zu öffnen, die Batterie zu entfernen und dann das Hörgerät  in die Trocknung zu legen. Das sollte jede Nacht geschehen. Bitten Sie Ihren Akustiker regelmäßig Ihre Hörgeräte auf Feuchtigkeit zu überprüfen. Es ist leider so, dass in Einzelfällen die beschriebenen Trocknungsmethoden nicht ausreichen. Dann muss der Fachmann mit seinen professionellen Mitteln helfen, größere Schäden zu vermeiden.

 

 

 

                                                               312_Ecopack_Spider_MF 

 

Ist die neue Hörgerätebatterie schon leer?

Eine neue Hörgerätebatterie scheint keinen Strom zu liefern. Ohne Messgerät ist das schwer zu überprüfen. Oder doch?

Hier hilft der Falltest. Eine fabrikfrische Hörgerätebatterie ist zu großen Teilen mit Zinkpulver gefüllt. Wird nun die Schutzfolie abgezogen und Luft dringt in die Batterie, setzt eine chemische Reaktion ein. Die Batterie liefert durch die chemische Reaktion Strom und das Zinkpulver wird langsam verbraucht. Die Batterie wird im wahrsten Worte "leerer".

Eine verbrauchte Batterie ist also ein Hohlkörper. Lässt man sie aus ca. 20 cm Höhe fallen, springt sie wieder hoch wie ein Fußball. Eine neue Hörgerätebatterie ist massiv und bleibt nach dem Fall einfach liegen. (Die Durchführung erfolgt auf Ihre eigene Gefahr. Empfindliche Oberflächen sind hier nicht geeignet.)

Der Test klappt übrigens nur bei Hörgerätebatterien.

Und nun zur Frage, warum u. U.  eine neue Batterie nicht funktionieren kann. Spring die neue Batterie wieder hoch, ist sie definitiv verbraucht. Hier ist vermutlich die Klebefolie nicht sorgfältig aufgebracht worden.

Bleibt die neue Batterie nach dem Fall liegen, befinden sich entweder noch Klebereste in den Luftlöchern. Hier kann es helfen, mit dem Fingernagel über die Luftlöcher zu "rubbeln". Natürlich ist auch ein Defekt am Hörgerät, wie verschmutzte Batteriekontakte, möglich. Das sollte der Akustiker kontrollieren. Nicht auszuschließen, aber extrem selten, sind Fabrikationsfehler. Bei den Herstellern, deren Produkte wir vertreiben, ist das sehr unwahrscheinlich.